Sie kennen keine bereits eingetretene, drastische Folge der Globalisierung?
Dabei reicht ein kritischer Blick auf die Knöpfe des Aufzugs eines deutsch-chinesischen Unternehmens, um das offensichtliche Risiko zu entdecken: Wir verlieren Stockwerke! Wie auf dem Foto zu sehen, scheint das Gebäude 21 Stockwerke zu haben. Schaut man jedoch genauer hin, offenbart sich, dass es einen 4., einen 13. und einen 14. Stock vermisst – und selbstverständlich ganz amerikanisch kein Erdgeschoss hat. Das Gebäude entspricht also nach deutschen Maßen einem mit 17 Etagen. Wieso? Nun 4, im Chinesischen „sì“, klingt wie das chinesische Wort für Tod „sǐ“. Damit ist sie zur Unglückszahl degradiert worden. Das gilt aber leider nicht nur für die 4, sondern auch für jede andere Zahl, die eine 4 enthält – also 14, 40, 10294556 (zumindest theoretisch). Wieso die 13 eine Unglückszahl der Deutschen ist, ist zwar dem aufgeklärten Bürger von heute ein Rätsel, aber trotzdem bekannt.
Was passiert, wenn wir noch internationaler werden? Sagen wir eine Kooperation mit Italien, könnte uns schnell die 17 kosten – eine den Italienern unheimlichere Nummer als die 13. Schon sind wir bei faktisch 16 Stockwerken. Und was ist mit anderen Nationen und ihrem Aberglaube? Naher Osten? Afrika? Irgendwann steigen wir im 1. Stock ein und befinden uns eine Etage höher im 23..
Aber seien wir positiv: Wie schön ist es, im 10. Stock zu sitzen und einen Termin im 15. zu haben – statt der Alternative langer Wartezeiten und schweißtreibender fünf Etagen, hat man nur angenehme drei Stockwerke zu überwinden – und noch Zeit für einen Kaffee vor dem Meeting.






